Anti-Dekubitusversorgung

Bewegung und konsequente Lagerung gegen Dekubitus

Wenn Menschen auf Grund von Alter, Krankheit oder einem Unfall über längere Zeit bettlägerig werden ist die Gefahr groß, dass sich ein Dekubitus, ein Druckgeschwür bildet. Auch Menschen, die viel sitzen, zum Beispiel im Rollstuhl sind betroffen.

Ein Dekubitus entsteht durch kontinuierlichen Druck auf eine Hautstelle. Die Hautpartie wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Hält der Druck zu lange an, entstehen Haut- und Gewebeschäden. Der Dekubitus ist also immer als Folgeerscheinung einer Grunderkrankung zu sehen und kann ein erhebliches Ausmaß annehmen und große Schmerzen bereiten und lebensgefährliche Ausmaße annehmen.

Durch ein frühzeitiges Erkennen und die entsprechende Prophylaxe kann aber ein Druckgeschwür vermieden werden. Unterstützende Hilfsmittel sind z. B. Anti-Dekubitus Matratzen. Sie bestehen aus mehreren Luftkammern. Eine Automatik füllt diese Kammern abwechselnd mit Luft. Der Betroffene liegt also mal auf den einen, mal auf den anderen Luftkammern, was den Druck auf einzelnen Hautpartien mindert. Ein regelmäßiges Umlagern des Patienten ist dennoch wichtig!  Auch spezielle Sitzringe oder Sitzpolster für den Rollstuhl wirken präventiv.

Hilfreiche Informationen bietet z. Bsp. ein Kurs für Pflegende wie sie Pflegedienste vermitteln. Darin können sich Pflegende wichtige Grundkenntnisse aneignen und bewährte Lagerungstechniken erlernen. Viele Kurs-Teilnehmer empfinden es auch als Erleichterung, sich mit anderen pflegenden Angehörigen auszutauschen.

Bewegung ist die beste Prophylaxe!

Verschiedene Arten der Anti-Dekubitus-Systeme:

  • Weichlagerungs-Systeme (beispielsweise Schaumstoffmatratzen)
  • Wechseldruck-Systeme (beispielsweise klein- und großzellige Wechseldruck-Systeme)
  • Micro-Stimulationssysteme

Unsere Expertentipps, So können Sie Dekubitus Vorbeugen:

  • richtiges Lagern und regelmäßiges Umlagern ist sehr wichtig
  • nicht länger als zwei Stunden ohne Lagewechsel im Bett liegen oder im Stuhl sitzen
  • zum Essen eventuell an die Bettkante setzen statt zu liegen
  • wenn möglich, häufiger zwischen dem Liegen im Bett und dem Sitzen auf einem gut gepolsterten Stuhl wechseln
  • bei starker Bewegungseinschränkung des Patienten: konsequentes Umlagern im Bett bzw. Umsetzen von im Rollstuhl sitzenden Personen
  • unterstützend Dekubitus-Matratzen und Sitzkissen verwenden
  • Pflegende sollten die Haut des Pflegebedürftigen täglich auf Wundliegen kontrollieren

Das Thema Wundversorgung ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil! Unser Care-Team steht Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite!

Eine diagnosebezogene Versorgung ist für uns selbstverständlich. In Zusammenarbeit mit unserem Care-Team und unseren Wundschwestern beraten wir Sie zum Bereich Dekubitus umfassend. Sprechen Sie uns an oder vereinbaren Sie gleich einen Termin in einer unserer Rehatechnik-Filiale.

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